Überblick SAP R/3

SAP R/3 im Überblick

SAP R/3 ist eine erfolgreiche Warenwirtschaftssoftware des deutschen Softwarekonzerns SAP SE. Dabei handelt es sich um ein unternehmensweites Informationssystem, das im Client-Server-Modell die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Mit funktionalen Modulen koordiniert die Software alle Ressourcen, Informationen und Aktivitäten, die für die Abwicklung von Geschäftsprozessen wie Auftragsabwicklung, Abrechnung, Personalwesen und Produktionsplanung erforderlich sind. Später ging die Softwarelösung in SAP ERP auf.

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Historische Entwicklung

Die Software SAP R/3 wurde im Juli 1992 für den Markt freigegeben. Das „R“ stand für „Real-time data processing“, die „3“ für „3-stufig“: (1) Datenbank, (2) Applikationsserver und (3) Client (SAPgui). Die Architektur der Software war mit verschiedenen Plattformen und Betriebssystemen kompatibel, wodurch sich SAP einen weiteren Kundenkreis erschlossen hat.

Vorgänger von SAP R/3 waren das Finanz- und Buchhaltungssystem R/1 und dessen Nachfolgeversion R/2, die in den späten 1970er Jahren vorgestellt wurde. Letztere kam insbesondere bei internationalen und europäischen Großkonzernen zum Einsatz, die auf ein in Echtzeit ablaufendes System angewiesen waren, das mehrere Währungen und Branchen unterstützt. Während R/2 als komplett auf Mainframes basierendes System für Firmen noch bis in die frühen 1990er Jahre erfolgreich war, wurde SAP R/3 größtenteils neu entwickelt. Die Kombination von Breite und Tiefe in den Möglichkeiten der Prozessabdeckung machte SAP R/3 zur beliebtesten Software innerhalb des Segments Enterprise-Resource-Planning (ERP).

Technologie von SAP R/3

Die Architektur von SAP R/3 basiert auf einer dreistufigen Client-/Server-Struktur:

  • Präsentationsschicht (SAP GUI)
  • Anwendungsschicht
  • Datenbankschicht

Präsentationsschicht

Die Präsentationsschicht enthält die Softwarekomponenten, aus denen sich die grafische Benutzeroberfläche zusammensetzt. Diese Schicht ist die Schnittstelle zwischen dem SAP R/3-System und seinen Benutzern. Das SAP R/3-System verwendet das SAP GUI (Grafical User Interface), um eine intuitive Benutzeroberfläche für die Eingabe und Anzeige von Daten bereitzustellen. Die Präsentationsschicht sendet die Eingaben des Benutzers an den Anwendungsserver und empfängt von ihm Daten zur Anzeige. Während eine SAP GUI-Komponente läuft, bleibt sie mit der Terminalsitzung des Anwenders im SAP R/3-System verbunden.

Anwendungsschicht

Die Anwendungsschicht besteht aus einem oder mehreren Anwendungsservern sowie einem Message-Server. Jeder Anwendungsserver enthält eine Reihe von Diensten, die für den Betrieb des R/3-Systems verwendet werden. In der Praxis sind die Dienste auf mehr als einen Applikationsserver verteilt, da nicht alle Anwendungsserver das gesamte Leistungsspektrum anbieten können. 

Der Message-Server ist für die Kommunikation zwischen den Applikationsservern verantwortlich. Er leitet Anforderungen von einem Applikationsserver an einen anderen innerhalb des Systems weiter und enthält auch Informationen über die Gruppen von Applikationsservern und deren aktuellen Lastausgleich. Der Applikationsserver existiert zur Interpretation von ABAP/4-Programmen (Advanced Business Application Programming/4th Generation): Wenn ein solches Programm Informationen von der Datenbank anfordert, sendet der Anwendungsserver die Anforderung an den Datenbankserver.

Datenbankschicht

Die Datenbankschicht besteht aus einem zentralen Datenbanksystem, das alle Daten im SAP R/3-System enthält. Es besteht aus zwei Komponenten – dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) und der Datenbank selbst. SAP hat eine eigene Datenbank namens HANA entwickelt, ist aber mit allen gängigen Datenbanken wie Oracle kompatibel. Beispielsweise enthält die Datenbank die Steuerungs- und Customizing-Daten, die den Betrieb des SAP R/3-Systems bestimmen.

Funktionalitäten von SAP R/3

Da SAP R/3 alle Prozesse abdeckt, die für eine moderne Buchhaltung und andere betriebswirtschaftlich wichtigen Aufgaben notwendig sind, wurde die Softwarelösung unter den Entscheidungsträgern verschiedenster Konzerne sehr populär.

Basismodule

SAP R/3 ist in verschiedene Funktionsbausteine gegliedert, welche die typischen Funktionen in einer Unternehmensorganisation abdecken. Jedes Modul erledigt spezifische Geschäftsaufgaben für sich allein, kann aber gegebenenfalls mit den anderen Modulen verknüpft werden. Zu den wichtigsten SAP R/3 Modulen gehören

  • SAP Finanzbuchhaltung (FI)
  • SAP Controlling (CO)
  • SAP Vertrieb (SD)
  • SAP Produktionsplanung (PP)
  • SAP Materialwirtschaft (MM)
  • SAP Qualitätsmanagement (QM)
  • SAP Human Capital Management (HCM)

Spezialisierte ERP-Module

SAP hat sich typischerweise auf Best Practice-Methoden zur Steuerung seiner Softwareprozesse konzentriert, bietet aber auch spezialisierte ERP-Module für SAP R/3 an, die zum Beispiel auf ein bestimmtes Marktsegment wie Versorgungsunternehmen oder Einzelhandel ausgerichtet sind:

  • SAP EC Modul (Enterprise Controlling)
  • SAP TR Modul (Treasury)
  • SAP IM Modul (Investment Management)
  • SAP PS Modul (Projektsysteme)
  • SAP CAC (Anwendungsübergreifende Komponenten)
  • SAP SCM (Supply Chain Management)
  • SAP PLM (Product LifeCycle Management)
  • SAP SRM (Supplier Relationship Management)
  • SAP CS (Customer Service)
  • SAP SEM (Strategic Enterprise Management)
  • SAP RE (Real Estate)
  • SAP PM Modul (Preventive Maintenance)
  • SAP FSCM (Financial Supply Chain Management)
  • SAP IS (Industry Specific Solution)
  • SAP XI (Exchange Infrastructure)
  • SAP LE (Logistics Execution)
  • SAP APO (Advanced Planning and Optimization)
  • SAP AFS (Apparel and Footwear Solution)
  • SAP CC (Convergent Charging)
  • SAP ITS (Internet Transaction Server)
  • SAP ICM (Incentive- und Provisionsmanagement)
  • SAP KW (Knowledge Warehouse)
  • SAP MDM – wobei MDM für Master Data Management steht.

Weiterentwicklung von SAP R/3

Im Rahmen seiner Weiterentwicklung ist SAP R/3 im Jahr 2003 in der Software SAP ERP (Enterprise Resource Planning) aufgegangen und wird mittlerweile von vielen zusätzlichen Softwarepaketen umgeben. Eine neuere Version der Software mit überarbeiteter technischer Architektur wurde im Jahr 2004 veröffentlicht und in SAP ERP Central Component (ECC) umbenannt.

SAP ECC ist die Kernkomponente innerhalb der SAP Business Suite, die neben der ECC-Komponente eine Sammlung von Anwendungen wie CRM, SCM und anderen enthält. Die Software bietet verschiedene, aber integrierte Funktionen innerhalb ihrer Module, z. B. Finanzmodul, HR-Modul, Lagerverwaltung usw. Die hohe Komplexität der Business Suite und neue Wettbewerber in der Cloud haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass SAP stark in Vereinfachungen und deutlich verbesserte Systemreaktionszeiten investiert hat. Dies gipfelte in der Veröffentlichung der S/4 Simple Suite im Februar 2015.

SAP S/4 basiert auf einer Single-Mandant-Architektur und baut auf dem In-Memory-Datenbanktechnologie-Stack (HANA) von SAP auf. Die klassische dreistufige und datenbankgestützte Architektur von SAP R/3 wurde durch eine zweistufige Architektur ersetzt.

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